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16. Januar 2023

Wie Bitcoin-Betrüger auf Telegram nach Opfern suchen

Lesedauer: 8 Minuten

Bitcoin Betrügereien sind derzeit besonders beliebt. Diese Betrugsform ist einfach und unter dem Strich für den Täter sehr erfolgversprechend. Die Betrüger suchen auf allen möglichen Portalen nach willigen Opfern für die Masche. Besonders erfolgreich sind die Betrüger derzeit auf dem Messenger Telegram.

Krypto-Betrug: Wie Betrüger besonders Corona-Skeptiker ausnehmen

Wie kann ich meinen Cashflow erhöhen, ohne zu große Risiken einzugehen? Diese Fragen stellen sich viele Menschen und diskutieren darüber in Plattformen wie Telegram. Es gibt zahllose Telegram Gruppen, in denen es den Tätern leicht fällt, sich nach leichtgläubigen Menschen umzusehen.

Besonders aktiv sind die Täter offensichtlich in den Telegram Gruppen, in denen sich Corona Skeptiker zusammengetan hatten. Diesen ist die Obrigkeit des Staates oft zuwider. Weil sie an das Finanzsystem der Staaten nicht mehr glauben, suchen sie nach lukrativen Alternativen. Und da kommt als erstes der Bitcoin in den Sinn, weil der Staat auf diese Krypto-Währung keinen Einfluss hat.

Wie läuft die Betrugsmasche mit Kryptowährungen?

Zahlreiche Gruppen von Betrügern nutzen Telegram, um dort anderen Teilnehmern Trading-Plattformen für Investitionen in digitale Währungen schmackhaft zu machen.

Was die Opfer nicht ahnen - die ganzen schönen Bilder sind nichts anderes als Betrug, in diesem Fall eine Art Anlagebetrug 2.0. Ziel der Betrüger ist es, die Opfer schnell um ihr Geld zu bringen.

Telegram Betrug mit Bitcoin & Co

Weil Krypto-Währungen inzwischen richtig "in Mode" sind, wollen immer mehr Menschen auf den Zug aufspringen. Einerseits, um schnell viel Geld zu scheffeln, andererseits um unabhängig von gängigen Währungen der verschiedenen Staaten zu sein.

Das Vorgehen der Täter ist einfach. Sie sprechen entweder in bestehenden Chatgruppen andere Teilnehmer an, und erklären diesen, wie schnell man mit Krypto-Währungen Geld verdienen kann oder eröffnen eigene Chatgruppen, in denen den Teilnehmern suggeriert wird, der Handel mit Kryptowährungen sei das Non-Plus-Ultra des modernen Geldverdienens.

Dabei geben sich die Betrüger oft als professionelle Broker oder Trader aus, die in London oder anderen Finanzplätzen erfolgreich an den Kryptobörsen handeln. Die Identitäten der Personen sind frei erfunden und Fake genau wie die angebliche Brokerfirma.

Diese Herrschaften erklären den später Geschädigten, dass der Handel mit Bitcoin & Co über spezielle Handelsplattformen einfach und risikolos sei. Wer wisse, wie es geht, könne dort ganz einfach zum Krypto-Trader werden und mit

  • Bitcoin
  • Ethereum
  • XRP
  • Litecoin
  • Solana
  • und anderen gängigen Krypto-Währungen

viel Geld verdienen

Hinter dem Betrug stecken Fake Handelsplattformen

Die angeblichen Broker locken die User auf Fake-Handelsplattformen. Diese sind technisch gut programmiert und optisch von einer echten Handelsplattform im ersten Moment nicht zu unterscheiden. Der Haken - diese Seiten sind keine wirklichen Handelsplattformen, denn faktisch kann man allenfalls Geld einzahlen, aber später nicht wieder auszahlen.

Es handelt sich um Fake-Seiten, die zwar Geld annehmen können, doch kein Geld auszahlen. Zahlt also ein Geschädigter einen Betrag X auf die Plattform ein, ist das Geld unwiederbringlich verloren.

Neben dem Handel mit Krypto-Währungen gibt es neuerdings auch Angebote zum Handel mit sogenannten NFTs oder ICOs.

Anleger soll enorme Gebühren für die Auszahlung begleichen

Hat er Anleger festgestellt, dass er tatsächlich vermeintlich gute Gewinne erwirtschaftet hat und will sich diese auszahlen lassen, passiert ... nichts. Es kommt entweder gar kein Geld oder der Broker erklärt, der Anleger müsse zunächst hohe Gebühren und angebliche Steuern zahlen, um die Auszahlung auf den Weg zu bringen. Macht der Anleger das, ist auch diese Zahlung verloren und es kommt nicht zu einer Auszahlung.

Opfer nicht nur aus Deutschland

Die Täter agieren in verschiedenen Sprachen, um möglichst viele Menschen erreichen zu können. Schreiben sie auf Deutsch, decken Sie damit den DACH-Raum ab, denn ob eine auszunehmende Person aus Deutschland, der Schweiz oder Österreich stammt, ist für den Betrug unerheblich.

Neben der Londoner Rufnummer des Brokers kommen dabei lokale Rufnummern zum Einsatz. So haben deutsche Geschädigte die Option, einen "Berater" mit einer deutschen Handynummer anzurufen und österreichische einen solchen mit einer österreichischen Nummer. Es handelt sich dabei um anonyme Rufnummern, die nicht rückverfolgbar sind.

Faktisch wollen die Täter es den Opfern so einfach wie möglich machen und mit den lokalen Nummern des jeweiligen Landes Vertrauen aufbauen.

Neben internationalen Plattformen mit einer .com Endung setzen die Betrüger auch nationale Plattformen ins Netz, die dann beispielsweise .de oder .ch Endungen haben. Die BaFin hat dazu inzwischen eine Warnliste herausgegeben, in denen vor diesen Fake-Portalen gewarnt wird. Allerdings sind die Betrüger so findig, dass sie laufend neue Seiten ins Internet stellen, so dass die BaFin gar nicht mit den Warnungen nachkommen kann.

Mit Vertrauen bringen die Täter die Opfer zur Zahlung

Das Geheimnis des Erfolges bei dieser Art Betrug ist ganz einfach der Faktor Vertrauen. Darum erfolgt eine sehr intensive "Beratung" per E-Mail und am Telefon. Dem Geschädigten wird dabei alles zu den Transaktionen erklärt, stets verbunden mit dem Zusatz, dass es ein sicheres System ist, mit dem man nur gewinnen kann.

Ein Chat mit einem Opfer kann Wochen dauern, manchmal sogar über Monate hinweg gehen, ohne dass dem Chatteilnehmer am Anfang nahegelegt wird, selber zu investieren. Das Ganze ist nichts anderes als eine gezielte Manipulation des Opfers.

Ist das Vertrauen einmal da, kommt es zur ersten Zahlung.

Zielgruppe sind unerfahrene Telegram Nutzer

Die primäre Zielgruppe der Täter sind Menschen, die von dem Thema Bitcoin & Co keine Ahnung haben. Darum erkennen diese auch

  • keinen falschen Broker
  • keine Fake-Webseite
  • keine dubiosen Finanzdienstleister

Kommt es irgendwann zur ersten Zahlung, erhalten die Geschädigten schnell eine Bestätigung des Zahlungseingangs von der Blockchain. Das es sowas nicht gibt und das es ausgemachter Blödsinn ist, erkennen die unerfahrenen Opfer nicht.

In anderen Fällen gibt es Bilder von einer Wallet, auf der die Zahlung eingegangen ist. Der Geschädigte kann jedoch nicht erkennen, wem diese Wallet gehört - fraglos nicht dem Einzahler des Betrages.

Dabei erhalten die Betroffenen sehr echt wirkende Dokumente. Allerdings sind das alles Fälschungen.

Besucht jemand die Trading-Plattform, findet sich dort eine graphisch gut aufbereitete Seite. Man sieht aktuelle Kursverläufe, Trading Charts mit enormen Renditen und kann sich schnell davon überzeugen, dass das Geldverdienen mit Bitcoins ganz offensichtlich ein Kinderspiel ist.

Der Haken an der Sache: Diese Seiten sind gefälscht. Die Grafiken sind von real existenten Kryptobörsen gestohlen und verfälscht. Leider ist es Ihnen nämlich nicht auf den ersten Blick möglich herauszufinden ob jemand ein Fake ist.

Das bittere Ende kommt bei der Auszahlung

Auf den Bildern und Kontoauszügen sieht alles schön aus. Doch dann kommt der Tag, an dem ein Opfer seine vermeintlichen Gewinne realisieren will. Dazu versucht der Geschädigte eine Auszahlung zu aktivieren und stellt fest, dass es nicht geht.

Setzt sich das Opfer mit dem Broker in Verbindung erklärt dieser, dass es normal sei, dass die Auszahlung nicht getätigt würde. Schließlich müsse man erst die nötigen Steuern und Gebühren begleichen, denn man dürfe nie vergessen, dass auch Krypto-Gewinne zu versteuern seien. In Großbritannien müssen man die Steuer vor der Auszahlung begleichen, weil der Staat keine Lust habe, dem Geld hinterherzulaufen.

Die Betrüger setzen einen Steuersatz von 25 oder 30 Prozent an. Hat also jemand als Beispiel 20.000 Euro investiert, jetzt einen angeblichen Kontostand von 50.000 Euro, entspricht das 30.000 Euro Gewinn. Von diesen 30.000 sind dann beispielsweis 25 % Steuern fällig. Darum müsse das Opfer nun 7.500 Euro neu einzahlen, um die Auszahlung zu ermöglichen.

Macht das Opfer das, geht es immer noch nicht. Dann ist als nächstes ein angebliches Zertifikat zu erwerben, weil auch die Krypto-Börse an dem Gewinn partizipiert genau wie der Broker. Diese Kette geht immer so weiter: Stets neue Zahlungsaufforderungen aber nie fließt Geld und so kassiert der Betrüger immer wieder ab.

Eines Tages ist der Broker nicht mehr zu erreichen

Ist das Opfer endlich an dem Punkt, dass es keine Zahlungen mehr leisten möchte, verschwindet plötzlich der Broker. Die Nummer ist abgeschaltet und die Webseite gibt es auch nicht mehr. Dann ist guter Rat teuer. Das Geld ist verloren.

Krypto Betrug mit Chatgruppen auf Telegram

Um ein Opfer schneller überzeugen zu können, haben die Täter sich eine einfache Methode ausgedacht. Sie bringen Fake-Gruppenchats in Umlauf, in denen sich die User über einen erfolgreichen Broker austauschen.

Um das Ganze glaubhaft wirken zu lassen, erstellen die Täter einfach mehrere Profile. All diese Accounts kommen dann in den Gruppenchat bei Telegram und das Opfer glaubt, es sei in einer echten Gruppe, in der sich die Teilenehmer über Bitcoins austauschen. Und siehe da- alle sind voll des Lobes über den besagten Broker. Manch einer lässt sich schnell von so etwas überzeugen.

Echte Kryptobörsen als Mittel zum Zweck

Der eine oder andere Betroffene zahlt sein Geld auf ein Konto ein, dass vom Täter angegeben wird. Wer das nicht will, zahlt sein Geld auf einer echten Kryptobörse ein. Der Täter erklärt, das Opfer solle sich einen Account bei einer der seriösen und weltweit bekannten Anbieter anlegen wie

  • Coinbase
  • Bitpanda
  • Binance
  • und so weiter

wobei der Täter bei der Einrichtung hilft und so an die Passwort-Kombinationen kommt oder ein Masterpasswort hinterlegt.

Auf dieses neue Konto sind dann die Einzahlungen in echtem Geld (Fiat-Währung genannt) zu leisten. Die Börse wechselt dann das Geld in Kryptos. Der Täter greift dann entweder mit seinem Masterpasswort zu oder fordert das Opfer auf, eine Transaktion auf eine bestimmte Wallet zu tätigen, die letztlich dem Täter zuzuordnen ist, weil er diese "gewinnbringend" für das Opfer anlegen will. Anschließend verschwindet der Täter von der Bildfläche.

So können Sie sich schützen

Sind Sie schon hereingefallen? Dann ist es wichtig, alle Gruppenchats zu speichern. Archivieren Sie den gesamten Kontakt mit dem Täter und alle seine Daten. Diese Daten sind später wichtig für die Polizei, insbesondere die Adresse der empfangenden Wallet. Schauen Sie auf der Blockchain nach, zu welcher Zieladresse Ihre Werte transferiert wurden und fertigen davon einen Screenshot.

Wenn Sie noch nicht hereingefallen sind und erst am Anfang des Chats stehen, sprechen Sie mit unseren Experten. Wir können den angeblichen Broker und seine Firma diskret durchleuchten und die Wahrheit herausfinden.

Krypto Betrüger sind Profis

Hinter dem Bitcoin Betrug stecken geschulte Täter, die oft Verbrecherorganisationen angehören. In vielen Fällen sind es afrikanische Banden, die breit aufgestellt sind und mit Tausenden von Kriminellen ein Netzwerk bilden. Diese werden intern geschult, wie sie schnellstmöglich an das Vermögen anderer Leute kommen.

Neben Betrug mit Kryptowährungen bei Telegram betätigen sich diese Gruppierungen auch im Feld des Love Scammings. Dieses Love Scamming ist eine Masche, in der meist Frauen verliebt gemacht werden. Dazu nutzen die Scammer gefälschte Profile mit erfundenen Namen jeweils mit einem nett anzusehenden Foto eines adretten Mannes. Am Ende sollen die Frauen immer in bar per Western Union, per Banktransfer oder in einer Kryptowährung finanzielle Mittel an die Betrüger schicken.

Manchmal schlagen die Täter den Frauen auch einfach vor, Geld verdienen zu können, indem sie mit Kryptogeld spekulieren. Doch Vorsicht: In Wirklichkeit wollen die Täter nur an das Gesparte der Damen kommen.

Am Ende läuft es immer darauf hinaus, dass die Betroffenen finanziell ausgenommen wurden und oft auch einen großen emotionalen Schaden erlitten haben.

Warum läuft der Betrug über Telegram?

Telegram ist nur einer von vielen Kanälen, über die kriminelle Gruppierungen Betrugsmaschen abwickeln. Dabei ist der Messengerdienst nur Mittel zum Zweck als Plattform. Durch die beliebten Telegram Gruppen lassen sich die Betrügereien gerade mit erklärungsbedürftigen Kryptowährungen gut einfädeln. Auch andere Plattformen im Internet sind nicht davor gefeit, Ausgangspunkt für betrügerische Maschen zu sein.

Über Telegram ist jeder potentiell erreichbar und ansprechbar. Somit bietet sich ein fast endloses Reservoir an neuen Kontakten für die Tätergruppen.

Auch andere Betrügereien auf Telegram beliebt

Die Plattform ist ein Tummelplatz für Kriminelle aus aller Welt. Neben den Betrügereien mit einer Kryptowährung wie dem Bitcoin oder dem Liebesbetrug finden sich zahllose andere Maschen, die letztlich zu einem Betrugsfall werden.

So suchen die Banden ganz gezielt nach ahnungslosen Helfern für den Anlagebetrug und andere Maschen. Gesucht werden dann beispielsweise Menschen, die Pakete entgegen nehmen. Was diese nicht ahnen - die Inhalte der Pakete sind alle betrügerisch erlangt und sollen nun weitergeleitet werden.

Mit falschen Jobangeboten werden sogenannte App-Tester gesucht. Das ist eine Betrugsform, bei denen die Betroffenen tatsächlich unwissentlich Konten bei echten Banken oder für Kryptogeld unter ihrem eigenen Namen eröffnen unter dem Vorwand, die App der Bank auf Fehler oder Nutzerunfreundlichkeiten zu testen. Diese Konten werden dann später zur Geldwäsche genutzt, ohne dass die Kontoinhaber das wissen.

Unsere Detektive in Pinneberg hatten einen Fall, in dem Hunderte von Transaktionen über die Konten eines ahnungslosen Betroffenen abgewickelt wurden, was später zu erheblichen Rechtsfolgen führte.

Wiederum andere sollen Gelder empfangen und später weiterleiten oder Überweisungen ausführen. Das ist am Ende wiederum nichts anderes als Geldwäsche. Seien Sie daher vorsichtig und lehnen solche Angebote grundsätzlich ab.

Recherche unserer Detektive bringt Klarheit

Wenn Sie über Telegram kennengelernt haben, bei dem Sie nicht genau wissen, woran Sie sind, lassen Sie sich von unseren Detektiven helfen. Im Zuge einer diskreten Recherche finden unsere Privatdetektive die Wahrheit heraus und lüften Geheimnisse. Wenn Sie es mit einem Betrüger zu tun haben, finden wir das für Sie heraus.

Dabei ist es egal, ob wir von einem Fall von Betrug mit Kryptowährungen reden oder einer anderen Masche. Wir bieten Hilfe für jeden unklaren Fall. Beim kleinsten Anzeichen von Unsicherheit sollten Sie uns kontaktieren, damit wir Informationen einholen.

Das Gespräch mit einem Privatdetektiv ist unverbindlich und diskret. Wir verfügen über umfassende Erfahrung auf dem Gebiet des Internetbetrugs und können Ihnen Sicherheit verschaffen.

0800 - 11 12 13 14

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Quellen: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden, Genesis-Online, Datenlizenz by-2-0, eigene Darstellung und Berechnung. Bitte beachten Sie, dass es sich bei den auf dieser Webseite angegebenen Städten nicht um Büros oder Betriebsstätten unserer Detektei handelt. Es sind vielmehr wiederkehrende, einmalige oder zukünftige Einsatzorte. Die dargestellten Fälle dienen als im Einzelfall fiktive Fallbeispiele zur Veranschaulichung von Detektivarbeit. Dieser Hinweis ist ausdrücklich als permanenter Bestandteil dieser Webseite zu verstehen. Er gilt insbesondere auf allen Seiten, auf denen er angezeigt wird.

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