
Autor: Svenja Meismann, Member Board of Directors World Association of Detectives
Fachlich geprüft: Alfons Meismann, Detektiv seit 1968, Detektei Geschäftsführer seit 1973
Betrug mit Steam Karten ist eine Masche, die zunehmend häufiger vorkommt. Dabei existieren zahlreiche Wege und Maschen, mit denen windige Betrüger zahllose Opfer um ihr Geld bringen.
Wie die Betrugsmasche funktioniert, lesen Sie hier anhand von Beispielen aus der Praxis. Weil die Betrüger sich laufend neue Tricks ausdenken, haben die hier aufgezählten Wege keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Steam ist eine beliebte Online-Plattform, auf der Sie zahlreiche digitale Produkte kaufen können, darunter:
Wenn Sie ein Spiel oder eine Erweiterung auf Steam kaufen möchten, können Sie dies unter anderem mit sogenannten Steam-Guthabenkarten tun.
Diese Guthabenkarten sind in vielen Geschäften erhältlich. Nach dem Kauf können Sie den auf der Karte aufgedruckten Code in Ihrem Account einlösen und das entsprechende Guthaben direkt auf Ihr Steam-Konto laden. Sie bieten eine einfache Zahlungsmethode, insbesondere für Nutzer, die keine Kreditkarte oder andere digitale Zahlungsmethoden verwenden möchten.
Der Betrag auf der Karte entspricht dem Betrag, den Sie beim Kauf der Karte bezahlt haben. Der Code wird durch Freirubbeln eines Feldes sichtbar gemacht und anschließend auf der Plattform eingegeben.
Mit dem aufgeladenen Guthaben können Sie flexibel auf Steam einkaufen und Ihre Spielesammlung oder Softwarebibliothek erweitern.
Hinweis:
Nein, Steam-Guthaben lässt sich nicht direkt auszahlen – weder per Überweisung noch in bar. Die Guthaben sind ausschließlich für Einkäufe innerhalb der Steam-Plattform (Spiele, Downloads etc.) nutzbar.
Falls Sie jedoch eine unbenutzte Steam-Karte mit intaktem Code besitzen, können Sie diese über Online-Marktplätze verkaufen. Beachten Sie dabei:
Diese Lösung bietet zwar keine vollständige Rückerstattung, aber immerhin eine teilweise Monetarisierung ungenutzter Guthaben.
Da Steam-Guthabenkarten aufgrund ihres universellen Werts begehrt sind, entwickeln Betrüger ständig neue Methoden, um an diese Codes zu gelangen. Die Masche funktioniert meist nach einem ähnlichen Muster: Die Opfer werden dazu gebracht, eine Steam-Karte zu kaufen und den Code an die Betrüger weiterzugeben. Die Betrugsvarianten sind vielfältig, einige der häufigsten stellen wir Ihnen im Folgenden vor.
Betrüger nutzen gefälschte Profile auf Dating-Plattformen und sozialen Medien, um gezielt emotionale Abhängigkeiten aufzubauen. Besonders häufig sind Frauen von Romance Scamming betroffen (ca. 85% der Fälle, die unsere Detektei in den letzten 20 Jahren zu diesem Thema bearbeitet hat).
Das typische Vorgehen bei dieser Betrugsmasche:
Achtung:
Schutzmaßnahmen:
Vorsicht bei Anrufen mit angeblichen Gewinnen! Betrüger geben vor, Sie hätten ein Preisgeld gewonnen, fordern aber plötzlich "Zustellgebühren" oder "Steuern".
So läuft der Betrug ab:
Wichtig: Seriöse Gewinnspiele verlangen nie Vorauszahlungen!
Auf Plattformen wie Kleinanzeigen nutzen Betrüger häufig Steam-Guthabenkarten als vermeintliches Zahlungsmittel. Sie locken mit extrem günstigen Angeboten für Smartphones, Konsolen oder Elektronik und verlagern die Kommunikation gezielt auf externe Kanäle wie WhatsApp oder E-Mail – außerhalb der Plattform-Sicherheitsmechanismen.
Dort fordern sie statt einer normalen Überweisung die Bezahlung via Gutscheinkarten (Steam, Amazon, Google Play oder iTunes). Das Opfer kauft die Karten, übermittelt die Codes – doch die Ware wird nie geliefert. Die Täter lösen die Guthaben sofort ein oder verkaufen sie weiter.
Zur vermeintlichen Absicherung zeigen Betrüger zur Vertrauensbildung gefälschte oder gestohlene Personalausweise. Doch sobald die Codes übergeben sind, brechen sie den Kontakt ab. Da Guthabenkarten nicht rückerstattbar sind, bleibt das Geld unwiederbringlich verloren.
Wichtig: Seriöse Verkäufer verlangen nie Zahlung per Gutscheinkarten. Bleiben Sie stets innerhalb der Plattform und seien Sie misstrauisch bei unrealistischen Angeboten.
Um nicht Opfer eines Steam-Guthabenkarten-Betrugs zu werden, sollten Sie folgende Vorsichtsmaßnahmen beachten:
Bleiben Sie stets wachsam und skeptisch, wenn Sie online handeln. Ein gesundes Misstrauen und das Befolgen dieser Regeln können Sie vor Online-Betrug schützen und verhindern, dass Sie Ihr Geld an Kriminelle verlieren.

Nicht nur Käufer, auch Verkäufer auf Kleinanzeigen fallen Betrügern zum Opfer. Die Masche nutzt gezielt das Vertrauen der Anbieter aus:
Ein angeblicher Käufer verlagert die Kommunikation auf WhatsApp oder E-Mail und behauptet, der Artikel sei für einen Dritten bestimmt. Er bietet eine Überweisung an, bittet aber gleichzeitig, eine Steam- oder Amazon-Gutscheinkarte (meist im Wert von 100 Euro) beizulegen – angeblich werde deren Betrag zusammen mit der Kaufsumme überwiesen.
Zur Täuschung sendet der Betrüger einen gefälschten Überweisungsbeleg. Kurz darauf meldet sich eine vermeintliche Bank: Die Überweisung könne erst freigegeben werden, wenn der Verkäufer den Code der Gutscheinkarte bestätigt. Sendet das Opfer das Foto des freigerubbelten Codes, ist das Guthaben sofort verloren – die versprochene Zahlung erfolgt nie.
Warnzeichen:
Bleiben Sie wachsam und verweigern Sie solche Sonderwünsche – seriöse Käufer verlangen keine Gutscheincodes!
Mit diesen Vorsichtsmaßnahmen können Sie verhindern, selbst Opfer von Betrug zu werden, und sich und Ihre Angebote besser schützen.
Erhalten Sie online eine Zahlungsaufforderung? Seien Sie äußerst vorsichtig und brechen Sie den Kontakt ab. Solche Forderungen sind oft Teil von Betrugsmaschen, die auf Vorschusszahlungen mit Guthabenkarten abzielen. Die Täter arbeiten gezielt daran, Ihr Vertrauen zu gewinnen, nur um Sie dann dazu zu bringen, die Codes von Gutscheinkarten zu übermitteln.
Diese Art von Betrug beschränkt sich längst nicht mehr auf klassische Gewinnspielversprechen oder falsche Liebesbekundungen. Das Muster ist jedoch immer dasselbe: Die Betrüger bauen eine scheinbar glaubwürdige Beziehung auf und bitten irgendwann um eine Vorauszahlung in Form von Steam-, Amazon- oder Google Play-Gutscheinen.
Wichtige Hinweise, um sich zu schützen:
Die Polizei warnt regelmäßig vor solchen Methoden, da sie weit verbreitet sind. Betrüger agieren auf nahezu allen Plattformen, von Instagram über Facebook bis hin zu Partnerbörsen und Kleinanzeigenportalen.
Wenn Sie sich unsicher sind, ob eine Online-Bekanntschaft wirklich vertrauenswürdig ist, können unsere Detektive helfen. Wir prüfen die Identität der Person diskret und professionell, um Betrugsfälle schnell zu erkennen.
Der Fall:
Renate (62) aus Frankfurt lernte im sozialen Netzwerk Instagram einen angeblichen Ingenieur kennen, der auf einer Bohrinsel arbeite. Nach Wochen des intensiven Chattens berichtete er von einem angeblichen Unfall und behauptete, sein Honorar nicht zu erhalten. Er könne nicht einmal seine Internetverbindung bezahlen.
Die Masche:
Der Betrüger bat Renate um die Codes von Steam-Guthabenkarten, um angeblich weiter mit ihr kommunizieren zu können. Obwohl misstrauisch, kaufte sie zunächst eine Karte für 100 Euro und übermittelte den Code. Daraufhin forderte er weitere Codes für immer neue Probleme. Insgesamt waren es über 8.000 Euro.
Die Folgen:
Die Codes waren sofort eingelöst und nicht zurückzuholen. Neben dem finanziellen Verlust belastete Renate besonders der emotionale Vertrauensmissbrauch.
Unsere Ermittlungen:
Unsere Detektei konnte aufdecken, dass der Täter mit mehreren gefälschten Profilen operierte. Eine Identifizierung war jedoch nicht möglich, da er sich über anonyme Plattformen verbarg.
Fazit zum Steam Guthabenkarten Betrug auf Instagram
Dieser Fall zeigt eindrücklich, wie Betrüger systematisch Vertrauen aufbauen, um finanziell abzuschöpfen. Unser Eingreifen konnte weitere Zahlungen verhindern, doch der entstandene Schaden war nicht mehr rückgängig zu machen. Auch die Polizei warnt vor Steam-Karten Betrug.
Es gibt keine Statistik, die nur die Fälle der Steam Card Betrugsmasche auf Instagram erfasst, aber die amerikanische Behörde FTC hat publiziert, dass alleine in 2024 ein Betrugsschaden von 12,5 Milliarden Dollar entstanden ist. In dieser Zahl ist sind Steam-Card-Betrügereien inbegriffen.
Merkwürdige Angebote, anonyme Anrufe oder plötzliche Geldbitte im Internet? Oft steckt Betrug dahinter. Die Täter agieren mit gefälschten Identitäten und erfundenen Geschichten – meist schwer zu durchschauen.
Achtung: Selbst Telefonate beweisen nichts. Betrüger geben sich häufig als Frauen aus, um Männer zu ködern, oder umgekehrt.
Bevor Sie Zahlungen leisten (beispielsweise per Guthabenkarte), lassen Sie die Identität der Person prüfen. Unsere Detektive ermitteln weltweit für Ihre Sicherheit.
Kontaktieren Sie uns jetzt für eine unverbindliche Beratung! Lassen Sie Ihre Online-Bekanntschaft prüfen; wir unterstützen Sie diskret.
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Betrüger bauen über soziale Netzwerke oder Dating-Apps emotionale Bindungen auf. Sobald Vertrauen besteht, behaupten sie, in einer Notlage zu stecken (z. B. technische Probleme, Reisekosten) und bitten um Steam-Codes zur angeblichen Problemlösung. Die Codes werden sofort eingelöst und sind nicht zurückverfolgbar.
Brechen Sie den Kontakt sofort ab. Übermitteln Sie keine Codes, persönlichen Daten oder Fotos. Melden Sie das Profil der genutzten Plattform (z. B. Facebook, WhatsApp) und blockieren Sie die Person.
Nein. Steam weist darauf hin, dass eingelöste Guthaben-Codes nicht erstattet werden können.
Ein Code kann nur einmal eingelöst werden. Ist er bereits genutzt, wird dies beim Einlösungsversuch im Steam-Client oder auf der Website angezeigt. Vorher gibt es keine Möglichkeit, den Status zu prüfen.
Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Ermittlungen sind jedoch immer schwierig, da Täter über gefälschte Profile und anonyme Kanäle agieren. Internationale Fallkomplexe erschweren die Verfolgung.
Wir analysieren Personendaten, sichern digitale Beweise und identifizieren Betrüger-Netzwerke. Zudem unterstützen wir bei der Aufklärung der Tathergänge für Anzeigen und klären über Schutzmaßnahmen auf.
Nutzen Sie das Meldeformular von Steam unter https://help.steampowered.com/de/reporting/. Reichen Sie Screenshots der Chatverläufe und Betrugsversuche ein.
Quellen: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden, Genesis-Online, Datenlizenz by-2-0, eigene Darstellung und Berechnung. Bitte beachten Sie, dass es sich bei den auf dieser Webseite angegebenen Städten nicht um Büros oder Betriebsstätten unserer Detektei handelt. Es sind vielmehr wiederkehrende, einmalige oder zukünftige Einsatzorte. Die dargestellten Fälle dienen als im Einzelfall fiktive Fallbeispiele zur Veranschaulichung von Detektivarbeit. Dieser Hinweis ist ausdrücklich als permanenter Bestandteil dieser Webseite zu verstehen. Er gilt insbesondere auf allen Seiten, auf denen er angezeigt wird.