
Autor: Svenja Meismann, Member Board of Directors World Association of Detectives
Unsere Kundin Andrea B. schrieb uns dazu: Ich wollte einfach nur lieben – stattdessen wurde ich ausgenommen wie eine Weihnachtsgans.
Immer mehr Frauen melden sich bei uns mit ähnlichen, erschütternden Geschichten: Sie sind Opfer von Heiratsschwindlern geworden, die sich als US-Soldaten ausgeben, angeblich im Einsatz in Syrien oder anderswo in Kriegs-oder Krisengebieten.
Das Muster der Masche ist stets gleich:
Ein angeblicher Militärangehöriger kontaktiert sie unaufgefordert über
Mit hochglanzinszenierten Fotos in Uniform, vor Militärfahrzeugen oder mit Waffen bauen sie Vertrauen auf. Die angeblichen Dienstgrade reichen vom Private bis zum General. Doch hinter den Profilen verbirgt sich oft Betrug.
Viele Frauen investieren monatelang Vertrauen – nur um am Ende finanziell und emotional ausgenommen zu werden.
Nach dem Erstkontakt drängen die angeblichen Soldaten darauf, die Kommunikation auf E-Mail oder Google Chat (ehemals Hangouts) zu verlagern. Der Grund ist einfach: Sobald Plattformen das Fake-Profil sperren, wäre der Kontakt abgerissen. Mit persönlichen Daten wie E-Mail oder Handynummer sichern sich die Betrüger den Zugang – und der Scam kann nahtlos weitergehen.
Die Täter geben sich meistens als ein US-Soldat in Syrien aus, seltener als Angehörige australischer, britischer oder kanadischer Streitkräfte, je nachdem, welche Fotos sie beschaffen können.
Als angeblichen Einsatzort nennen sie stets Krisenregionen: früher Afghanistan oder Irak, heute bevorzugt Syrien, Jemen oder UN-Missionen. Diese Orte wirken glaubwürdig und erschweren Überprüfungen.
Bereits nach wenigen Wochen inszenieren die Betrüger eine tiefe emotionale Bindung. Mit Kosenamen wie "Honey" oder "My Wife" und täglichen Nachrichten wird das Opfer in eine Scheinwelt gezogen. Auffällig ist jedoch:
Trotzdem planen die Männer konkret, nach Deutschland, Österreich oder Schweiz auszureisen – angeblich, um ihre "Traumfrau" zu heiraten. Die Realität? Sie existieren nur hinter der Tastatur.
Kurz vor der angeblichen Abreise nach Europa geht es los: Die Probleme tauchen auf. Mal ist es ein „Vorschuss“ für den Flug, mal „Schmiergeld“ für angebliche Goldtransporte oder Zollgebühren. Die Vorwände sind vielfältig, aber das Muster immer gleich:
Typische Geld-Forderungen:
Natürlich beteuert er, das Geld sei von der Frau seines Herzens „nur geliehen“ – sobald er bei ihr sei, werde alles zurückgezahlt. Doch zunächst soll das Geld nach Nigeria, Ghana oder Malaysia gehen, per Western Union oder MoneyGram, wo Bargeldtransfers kaum rückverfolgbar sind oder per Bitcoin oder per Überweisung innerhalb Europas zu einem Finanzagenten. Das sind Menschen, deren Konto zum Weiterleiten illegaler Gelder missbraucht wird.
Sobald das erste Geld fließt, beginnt ein Teufelskreis:
Erst wenn die Frau finanziell am Ende ist und kein weiteres Geld auftreiben kann, verschwindet der angebliche Soldat und mit ihm jedes gestohlene Geld. „Love Scamming“ nennt sich diese perfide Masche, bei der Opfer das Ersparte verlieren und darüber hinaus deren Vertrauen in andere Menschen zerstört wird.

Hinter den romantischen Nachrichten verbirgt sich eine brutale Realität: Der angebliche US-Soldat existiert nicht. Es handelt sich um organisierte Betrüger, oft aus Nigeria oder Ghana, die als Teil krimineller Netzwerke operieren. Die schicken Uniformfotos? Alle gestohlen, von Social-Media-Profilen, oder sogar von gefallenen Soldaten, deren Gedenken schamlos ausgenutzt wird.
Für die Täter ist das kein Nebenjob, sondern ein hochprofitables Geschäftsmodell:
Zum Vergleich:
Für die Täter, die nach dem englischen Begriff "Romance Scammers" genannt werden, es eine risikoarme, extrem lukrative Erwerbsquelle – während die Opfer einerseits ihr Geld und andererseits ihr Vertrauen verlieren.
Ein erschütterndes Fazit:
"Was für deutsche Frauen eine Katastrophe ist, bedeutet für die Betrüger ein Leben im Luxus – finanziert durch Tränen und Ersparnisse."
1. Echte Soldaten bitten nie um Geld!
Echte US-Soldaten bitten niemals um Geld – weder für:
2. Fordern Sie einen Videochat – und lassen Sie sich nicht abwimmeln!
3. Zahlen Sie niemals – egal unter welchem Vorwand!
4. Holen Sie sich im Zweifel professionelle Hilfe!
Leitzsatz:
„Wenn ein angeblicher Soldat Kontakt sucht, seien Sie misstrauisch. Echte Militärangehörige brauchen kein Geld von Ihnen – und schon gar nicht über Western Union oder per Bitcoin!“
Vor kurzem erreichte uns eine besorgte Anfrage:
„Ich brauche einen Detektiv. Ich habe online einen US-Soldaten kennengelernt, der in Syrien stationiert ist. Er wollte mich besuchen und ich habe ihm sogar das Geld für den Flug geschickt. Aber am Flughafen war er nicht. Ist ihm etwas passiert?“
Die traurige Wahrheit:
Die Scham der Opfer ist groß, dabei handelt es sich um professionelle Täter. Laut Bundeskriminalamt (BKA) meldeten sich 2024 nur ein Bruchteil der Betroffenen, obwohl der durchschnittliche Schaden bei 38.000 € lag. Wir ermutigen Sie: Sprechen Sie darüber! Jeder gemeldete Fall hilft, diese kriminellen Netzwerke zu zerschlagen.
Die Täter spielen gezielt mit menschlichen Schwächen: Einsamkeit, der Sehnsucht nach Nähe und dem Wunsch nach romantischer Erfüllung. Durch tägliche Aufmerksamkeit und vermeintliche Hingabe bauen sie ein emotionales Abhängigkeitsverhältnis auf, bis das Opfer rationales Handeln zugunsten der vermeintlichen "Liebe" aussetzt.
Typische Manipulationssätze wie "Wenn du mich wirklich liebst, würdest du mir jetzt helfen!" aktivieren Schuldgefühle und verstärken die Kontrolle. Die Betrüger wissen: Wer einmal zahlt, tut es oft wieder, allein schon um die imaginäre Beziehung nicht zu verlieren.
Natürlich gibt es echte Soldaten im Internet – aber auch viele Betrüger. Wenn Sie unsicher sind:
✅ Unsere Detektive in den USA überprüfen diskret:
Zögern Sie nicht – handeln Sie, bevor es zu spät ist!
Rufen Sie uns jetzt an und lassen Sie Ihren Fall prüfen. Schützen Sie sich vor Romance Scamming!
02369 - 20 300
Quellen: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden, Genesis-Online, Datenlizenz by-2-0, eigene Darstellung und Berechnung. Bitte beachten Sie, dass es sich bei den auf dieser Webseite angegebenen Städten nicht um Büros oder Betriebsstätten unserer Detektei handelt. Es sind vielmehr wiederkehrende, einmalige oder zukünftige Einsatzorte. Die dargestellten Fälle dienen als im Einzelfall fiktive Fallbeispiele zur Veranschaulichung von Detektivarbeit. Dieser Hinweis ist ausdrücklich als permanenter Bestandteil dieser Webseite zu verstehen. Er gilt insbesondere auf allen Seiten, auf denen er angezeigt wird.