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2. September 2018

Vorsicht Falle: Die Masche mit dem Koffer

Lesezeit: 3 Minuten

Schwindler im Internet nutzen verschiedene Geschichten, um Opfer in die Falle zu locken.

Besonders beliebt ist der Geldkoffer genau wie die Box voller Golf.

Eine unserer Kundinnen hat sich die Mühe gemacht, ihre negativen Erfahrungen aufzuschreiben. Lesen Sie hier die wahre Geschichte von Tanja.

Der Soldat im Friedenseinsatz

Auch ich wurde im Internet von einem nett aussehenden Mann angeschrieben. Er gab sich aus als Ben Osten und er sei Soldat im UN-Friedenseinsatz.

Tatsächlich schrieb er mir in einem sehr überzeugenden guten Englisch. Er fand immer genau die richtigen Worte, die man als Frau einfach gerne hört. So blieben wir zunächst einmal in Kontakt. Ich genoss es und schrieb auch immer voller Begeisterung zurück. Der Kontakt intensivierte sich immer mehr.

Die Kuriere kommen ins Spiel

In einem unserer Gesprächsverläufe nannte er mir auch die Namen von zwei seiner Kollegen: Ezechukwu Nelson Onuoha und Abraham Ayim Kwabi. Beide seien Kuriere. Hier hätte ich schon stutzig werden sollen, alleine wegen der afrikanischen Namen.

Nach kurzer Zeit erzählte er mir dann von einem Koffer mit Zahlenschloss mit sehr viel Geld, den er nach Deutschland geschickt hätte. Dieser läge jetzt allerdings im Zoll fest und es müsse eine Summe von 3.500,00 Euro gezahlt werden, weil der Koffer verschlossen ist und aus einem Kriegsland käme. Ich habe ihm dieses Geld an die Kuriere überwiesen.

Es verging einige Zeit und er kam mit der nächsten Forderung. Diesmal wäre Geld für das Ausstellen von juristischen Papieren mit einer Unbedenklichkeitsbescheinigung nötig. Zu guter Letzt kam eine Forderung für die Lagerung des Koffers. Aber auf diese Forderung ging ich nicht mehr ein.

Das Vorgehen war logisch aufgebaut

In den Schreiben von Ben Osten erschien mir alles ganz logisch, alle zeitlichen Zusammenhänge passten zusammen. Er schaffte es immer wieder, dass ich nicht mehr auf meine innere Stimme hörte, die mich doch eigentlich die ganze Zeit warnte.  Ich glaubte ihm zunächst seine Geschichte.

Im Verlauf unseres Chats habe ich ihn dann auch mal nach seiner Telefonnummer gefragt, damit ich ihn mal anrufen könne, aber er wich immer wieder aus. Das tat er auch, als ich ihn fragte, ob wir uns per Videochat unterhalten sollen. Das sei Soldaten im Camp aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt behauptete er.

Er schrieb immer weiter und stellte neue Geldforderungen. Ich erwischte mich sogar dabei, dass ich überlegte sogar an das Urlaubsgeld meiner eigenen Mutter zu gehen, um es ihm zu überweisen.

Im Nachhinein frage ich mich, wie ich auf so jemanden hereinfallen konnte. Erst als ich die Warnberichte über diese Betrugsmasche als US Soldaten las war mir klar, welches Spiel mit mir gespielt wurde.

Ein angeblicher Soldat entpuppt sich als Betrüger.

Betrüger gehen psychologisch geschickt vor

Die Betrüger aus Afrika werden seit einiger Zeit immer intensiver geschult in ihrem Vorgehen. Durch psychologische Tricks gelingt es ihnen nicht nur, das Vertrauen ihrer Opfer zu erschleichen. Vielmehr wissen sie, wie sie es schaffen, sich schnell den Weg in die Herzen der Opfer zu bahnen.

Mit Hilfe von Photoshop erstellen sie sich Ausweise und echt wirkende Dokumente. Sie programmieren Webseiten von Kurierdiensten, auf denen man die Lieferung von Produkten, Boxen usw. verfolgen kann. Alles wirkt echt.

In letzter Zeit haben die Heiratsschwindler immer öfter Bankkonten simuliert. Sie legen eine Webseite einer Bank an, die es wirklich gibt. Dann schicken sie dem Opfer Zugangsdaten. Das Opfer kann sich scheinbar ins Konto einloggen und sieht das viele Geld auf dem Konto.

Alsdann fordern Sie Gebühren  für angebliche Freischalt-Codes oder für die Steuer, damit das Opfer Zugriff auf das Geld auf dem Konto bekommt. Auch diese Konten wirken echt, sind es aber nicht.

Lassen Sie sich bei Verdacht von einem Privatdetektiv beraten

Sprechen Sie beim leisesten Verdacht sofort mit einem Privatdetektiv. Zahlen Sie auf keinen Fall Geld. Im Zweifel prüfen wir für Sie, ob der Mann echt ist oder ein Fake. Vorsicht ist stets besser als Nachsicht. Rufen Sie an und lassen sich im Bedarfsfall beraten.

0800 - 11 12 13 14

Kontakt

Quellen: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden, Genesis-Online, Datenlizenz by-2-0, eigene Darstellung und Berechnung. Bitte beachten Sie, dass es sich bei den auf dieser Webseite angegebenen Städten nicht um Büros oder Betriebsstätten unserer Detektei handelt. Es sind vielmehr wiederkehrende, einmalige oder zukünftige Einsatzorte. Die dargestellten Fälle dienen als im Einzelfall fiktive Fallbeispiele zur Veranschaulichung von Detektivarbeit. Dieser Hinweis ist ausdrücklich als permanenter Bestandteil dieser Webseite zu verstehen. Er gilt insbesondere auf allen Seiten, auf denen er angezeigt wird.

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